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Wassersparen - Daten & Fakten

Der moderne Verbraucher zeigt sich zunehmend verantwortungsbewusst im Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Gerade das Thema "Wassersparen" wurde in den letzten Jahren immer populärer - nicht ohne Grund - denn die Deutschen leisten sich die teuerste Wasserversorgung der Welt. Allein 1997 stiegen die Wasserpreise in Deutschland um durchschnittlich 15,2 Prozent, ermittelte die amerikanische Beratungsgesellschafl National Utility Services (NUS). Der Bundesbürger zahlt täglich für die Versorgung mit Trinkwasser ca. € 0,20. Hinzu kommen ca. € 0,30 für die Entsorgung. Dies entspricht zusammen ca. € 180,- pro Person und Jahr. Gemessen am verfügbaren durchschnittlichen Jahreseinkommen eines Haushaltes müssen für die Ver- und Entsorgung mit Trinkwasser schon 2 Prozent aufgewendet werden.
         
Wer duscht schon gerne kalt? Abhängig vom Heizsystem sind die Ausgaben für die Wassererwärmung oft höher als die Kosten für die Ver- und Entsorgung von Trinkwasser. Nur wenige Verbraucher wissen, dass Sie für die Erzeugung von Warrnwasser mehr Energie benötigen als für alle elektrischen Haushaltsgeräte, Fernsehen und Beleuchtung zusammen. So gehen z.B. in einem Hotel rd. 13% des Energieverbrauchs auf das Konto der Warmwassererzeugung, ca. 75% werden für Heizung bzw. Kühlung aufgewendet, den Rest teilen sich die anderen Verbraucher wie EDV, Küchengeräte Reinigungsgeräte, Fernsehen, usw. Die Beleuchtung hat noch einen Anteil von ca. 2% am Gesamtenergieverbrauch. Wenn man bedenkt, mit welchem publizistischen Erfolg z.B. die Energie-Sparlampe behandelt wurde, so ist es erstaunlich, wie wenig die enormen Energiespar-Potentiale beim Warmwasser in der Öffentlichkeit diskutiert wurden!
         
Durch den ungebrochenen Aufwärtstrend der Wasser- und Energiepreise sind Wassersparmaßnahmen gerade in Betrieben, Hotels und Krankenhäusern eine effektive Maßnahme zur Betriebskostensenkung. Denn im Gegensatz zur Entwicklung des privaten Wasserverbrauchs ist beim Pro-Kopf-Verbrauch in Hotels- und Krankenhäusern keine deutliche Trendwende in Sicht. Bescheidet  sich z.B. der private Verbraucher mit nur noch 128 Liter Trinkwasser pro Tag, so ver(sch)wendet der typische Hotel-Gast immer noch deutlich über 250 Liter pro Übernachtung.